Kunst-am-Bau-Wettbewerb 2025
Rechnungshof Rheinland-Pfalz, Speyer
3. Preis
Klammer auf, Klammer zu.
Die Idee für das Kunstkonzept ist die Aktenklammer. In geschlossener Form steht sie für Ordnung und Zusammenhalt. Aufgebogen öffnet sie sich, verändert Gestalt, gibt Inhalte frei.
Im Zusammenspiel von geschlossen und offen entfaltet sich eine Metapher für die Arbeit des Rechnungshofes. Die Klammer fungiert als symbolisches Objekt, das bürokratische Prozesse sichtbar macht.
Die Komplexität der Aufgaben des Rechnungshofes verkörpert die Skulptur im Eingangsbereich. Im Dialog dazu steht jede einzelne Klammer der Wandinstallationen an der Ost- und West fassade. Geformt zu dynamischen, linearen Elementen vermitteln sie Offenheit, Individualität und Entfaltung. Die offene Form steht zugleich für Wandel, Flexibilität, Innovation und Veränderung.
In der künstlerischen Gegenüberstellung einer aus 140 Klammern gestalteten Skulptur und den Wandinstallationen aus frei geformten, sich öffnenden Klammern zeigt sich das Spannungsfeld des Finanzcontrollings: Es erinnert daran, dass Zahlen, Analysen und Bewertungen nicht Selbstzweck sind, sondern Verbindungen schaffen – zwischen Daten und Entscheidungen, zwischen Organisation und Menschen.